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Nur ich.

11. Dezember 2017

Ein hektischer Morgen.

Ich renne von Termin zu Termin: „kannst du vielleicht nicht doch einspringen? Nur für ein paar Stunden.“ Na gut.

Zwischendrin vergesse ich das Essen. Einen Schluck Wasser. Kleiner Kaffee. Weiter gehts. Immer lächeln. Bloß nicht vom Pferd fallen. Triffst du den Ball etwa nicht mehr? Konzentration. Aber ich weiß: heute Abend ist noch was. Die Hektik wird sich lohnen, ich habe alles erledigt. Ich freue mich auf heute Abend und fahre schneller als üblich.

Wir sitzen am Tisch und warten auf unser Essen. Der Kellner wirft uns einen belustigten Blick zu. Für sie kommt mal wieder nur Veganer Essen in Frage, deshalb gehen wir gerne hier hin. Einer der wenigen Orte, wo man ausreichend Auswahl hat. Für die anderen Mädels: Pizza, Salat. Für mich: Gnoccis. Was sonst?

„Hey, was macht ihr denn hier?“ „Nichts Besonderes, wir wollten gerade in eine Bar gehen, kommt ihr mit?“ Abgewimmelt. Wir wollen für uns sein. Uns nicht über Themen den Kopf zerbrechen zu müssen, worüber man so reden könnte. Obwohl: eigentlich ist alle so leicht. Reden ist leicht mit Menschen, die einen verstehen. Doch heute nicht. Ich fahre nach Hause. Und gehe allein‘.

Die Tür fällt in’s Schloss.
Ich. Nur ich.

Ich lasse den dicken Wintermantel fallen. Schlüpfe aus meinen Schuhen und trete sie in die Ecke. Wasche mir das Gesicht. Ziehe mich aus und hinterlasse eine Kleidungsspur durch meinen Flur, bevor ich unter dem heißen Duschstrahl tief durchatme. 15 Minuten stehe ich da und lasse das Wasser einfach nur den Tag abwaschen. Länger als üblich. Creme mich ein –  und schaue mich an.

Es ist Samstag Abend.
Und ich bin allein zu Haus.

Und obwohl das von ziemlich vielen verpönt ist – fühlt sich sowas auch manchmal ziemlich großartig an. Ich mache mir ein paar Kerzen an und tue dann genau das, wonach mir ist. Ich liege im Bett und schaue einfach Serien. Vollkommen Ungestört. Und ich genieße das.
Nein, ich bin nicht einsam.
Nein, ich fühle mich nicht verlassen.

Und nein, ich denke nicht daran, was andere Freunde von mir gerade machen. In welchen Bars oder Clubs sie sich gerade herumtummeln. Was für interessante Menschen man doch kennenlernen könnte.

Nein, – ich genieße das.
Ich bin nicht allein, weil niemand Zeit hat oder mich niemand um sich will.
Ich bin allein, weil ich mich – ganz bewusst – dafür entschieden habe.

Lifestyle

Meditation.

3. November 2017

Das erste Mal als ich von Meditation gehört habe war, als ich nach einer Lösung für mich selber gesucht habe um ruhiger zu werden. Ich werde unterbewusst schnell nervös, was ich daran bemerke, dass ich hubbelig werde und sich eine Menge Energie aufstaut und ich nicht weiß wohin damit. Durch verschiedene Influencer auf den Media Kanälen habe ich dann bemerkt, dass zur Zeit ziemlich viele diese eine Sache ausprobieren: Meditation. Und das soll helfen? Ich stand dem ganzen ziemlich fragwürdig gegenüber und habe mich gefragt wie es mir bitte helfen soll ruhiger zu werden und mich besser in meiner Haut zu fühlen, nur weil ich mich einige Minuten mit geschlossenen Augen hinsetze und nichts mache. Mir war nicht klar was ich während dieser Zeit machen soll, außer zu probieren, nicht einzuschlafen. Aber ich gab der Sache eine Chance und habe angefangen 10 Minuten zu meditieren. Es gibt im Internet viele guided meditations wovon ich erstmal welche ausprobiert habe. Dann habe ich aber eine App gefunden, die sich Headspace nennt und bin ziemlich begeistert von dieser. Ich habe nach einiger Zeit bemerkt, dass es mir persönlich hilft, mich zu entspannen, den Kopf frei zu bekommen und mich auf mich selber zu Konzentrieren und die ganzen äußeren Einflüsse auszublenden. Aber jeder empfindet Meditation anders, jeder hat eine andere Auffassung davon und jeder macht es wegen anderen Gründen.

Wenn man ein wirkliches Ergebnis erzielen will, hilft es nicht nach ein oder zwei mal wieder aufzuhören, deswegen sollte man versuchen Meditation in seine tägliche/wöchentliche Routine einzubauen.

Es bedarf nicht mehr als 10 Minuten, wenn man im Stress ist. Manchmal sogar noch weniger. Deswegen ist es eigentlich in jeden Zeitplan einzuschieben. Wenn man trotzdem keine Zeit dafür haben sollte, sollte man sich selber auch nicht unter Druck setzen, wenn Du bemerkst, dass es für Dich selber reicht z.B. nur einmal in ein, zwei Wochen zu meditieren, ist das vollkommen ok.